Retten-Löschen-Bergen-Schützen

"Verein"

Vereinsgeschichte der Freiwilligen Feuerwehr Lindenstruth

 

Nach einem ersten Anlauf im Jahre 1953 trafen sich am 15.3.1955 im Saale der Gastwirtschaft Eduard Schepp 28 meist junge Männer aus Lindenstruth und gründeten die Freiwillige Feuerwehr.

 

Im gleichen Jahr wurde eine Mindestausrüstung, also eine TS 8/8 mit dem dazugehörigen Anhänger nebst entsprechendem Inventar durch die Gemeinde beschafft. Gemeindevorsteher war damals Bürgermeister Ludwig Schmitt. Die Führung der Wehr übernahm der langjährige Ortsbrandmeister und Kommandant der Pflichtfeuerwehr, Kamerad Heinz Hillbricht, der indessen nach Ablauf des ersten Vereinsjahres seinen Posten in der ersten Jahreshauptversammlung zur Verfügung stellte. Sein Nachfolger wurde der aus Allendorf/Lda. stammende Kamerad Erich Fleischer. Unter Fleischer´s Leitung machte die Ausbildung der Wehr recht gute Fortschritte. Unter anderem nahm man damals an wettkampfähnlichen Übungen des Unterkreises teil. Leider wanderte Kamerad Fleischer am 8.7.1958 nach den USA aus, so dass wir uns erneut nach einem geeigneten Brandmeister umsehen mussten. Die Wahl fiel auf Kamerad Erwin Kühn, der auch schon lange Jahre bei der Pflichtfeuerwehr stellvertretender Ortsbrandmeister war. Von 1956 bis 1960 war Ludwig Schepp Bürgermeister von Lindenstruth. Er unterstützte unsere Wehr nach besten Kräften.

 

In der Generalversammlung am 25.1.1964 stellte Erwin Kühn sein Amt zur Verfügung. Zum neuen Ortsbrandmeister wurde in dieser Versammlung Wolfgang Berg gewählt, sein Stellvertreter blieb der seit Juli 1958 im Amt befindliche Kamerad Erwin Mohr. Kamerad Berg war einer der Hauptinitiatoren zur Anschaffung eines Löschfahrzeuges.

 

In einer außerordentlichen Jahreshauptversammlung wurde Kamerad Erwin Kühn erneut mit der Führung der Wehr beauftragt. Er intensivierte die Übungsarbeit und aktivierte das Vereinsleben.

 

Ende des Jahres 1964 bewilligte die damalige Gemeindevertretung unter Bürgermeister Alfred Zinkann die Anschaffung eines Löschfahrzeuges LF 8/TS. Dasselbe wurde am 1.5.1965 aus Giengen an der Brenz eingeholt und unter großer Anteilnahme der Bevölkerung in einer Feierstunde hier vor dem alten Gerätehaus in unsere Obhut genommen. Da dieses Auto im alten Gerätehaus nicht untergestellt werden konnte, war der Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses notwendig geworden. Und siehe da, der sonst so schwerfällige Bürokratismus sprang über seinen eigenen Schatten, das Gerätehaus wurde innerhalb eines Jahres geplant, erbaut und am Pfingstsamstag, dem 28.5.1966, feierlich eingeweiht. Heute noch unvergesslich, der an die Einweihungsfeier nachfolgende Festabend im Gemeinschaftsraum der Firma Karl Weiss, als neben vielen anderen der damals im Zenit seiner Popularität stehende Toni Hämmerle mit seiner Gesangsgruppe "Die Hämmerles" wahre Triumphe feierte.

 

Die eigentliche Übungsarbeit erhielt mit der Übernahme des Löschfahrzeuges starke Impulse. Wir fassten in einer Vorstandssitzung 1966 den damals wohl noch mutigen Entschluss, das vom Deutschen Feuerwehrverband propagierte Ziel für seine Feuerwehren, nämlich die Ausbildung aller Wehrmänner zu realisieren. Das wiederum hatte im Gefolge die erstmalige Teilnahme einer Gruppe an den Landesfeuerwehrwettkämpfen im Jahre 1967. Dabei errangen wir auf Anhieb Platz 4 bei insgesamt 16 teilnehmenden Gruppen. Das spornte uns natürlich an, die Leute waren mit Begeisterung bei der Sache, entwickelten eine nicht für möglich gehaltene Aktivität und vor allen Dingen die jungen Leute kamen, ohne dass wir sie groß ansprechen mussten, als aktive Mitglieder in unsere Reihen. Im darauffolgenden Jahr 1968 und in den folgenden Jahren, nahmen sogar zwei bzw. drei Gruppen an den jeweiligen Wettkämpfen teil.

 

Im Jahre 1966 wurde uns der Brandschutz für die kleine Gemeinde Winnerod mit übertragen. Die Erbauung von 2 Aussiedlerhöfen erhöhte unseren Aufgabenbereich ebenso wie die ständige bauliche Erweiterung unseres Heimatortes. Entscheidend beeinflusst aber wurde feuerlöschtechnisch unsere Entwicklung durch die Ansiedlung der Firma Karl Weiss aus Gießen bzw. Greiz. Alle auftauchenden Probleme wurden in bestem Einvernehmen zwischen der Gemeindeverwaltung und dem Vorstand der Wehr gelöst.

 

Am 2.8.1968 musste die Wehr zu ihrem ersten größeren Einsatz ausrücken, als ein Sattelschlepper der US-Army in ein Wohnhaus fuhr. Dies war bis dahin in der gesamten Vereinsgeschichte der erste größere Einsatz, den wir zu bestehen hatten. Die anderen Fälle, zu denen wir gerufen wurden, waren Kleinstbrände und technische Hilfeleistungen. Doch darüber brauchen wir nicht erbost zu sein, im Gegenteil, es zeugt von hohem Pflichtbewusstsein unserer Bürger, wenn die Brandschäden auf ein Minimum beschränkt blieben.

 

Ein weiterer Höhepunkt in unserer Vereinsgeschichte war der 20.9.1968. Der Kreisverband beauftragte uns, für den Unterkreis II die Kreisfeuerwehrwettkämpfe auszurichten. Der Parkplatz der Firma K. Weiss erwies sich hierzu als ideale Austragungsstätte. Um unsere Breitenarbeit zu demonstrieren, nahmen wir mit 3 Gruppen daran teil und konnte alle drei unter den ersten 5 Gruppen platzieren. Unsere Gruppe 1 errang die Höchstpunktzahl. Den glorreichen Abschluss des Jahres 1968 bildete eine Lehr- und Besichtigungsfahrt nach Nieder-Marsberg und Kassel mit festlichem Ausklang in Lardenbach.

 

Im Jahre 1969 konnten wir bedingt durch eine entsprechende Platzierung im Kreis erstmals an den Wettkämpfen des Reg.-Bezirks Darmstadt in Groß-Auheim teilnehmen und belegten einen achtbaren siebenten Platz. Am 29.6.1969 starteten wir anlässlich des Hessentages in Gießen beim erstmals ausgetragenen "Hessenpokal" und wurden Dritter.

 

Am 7.6.1970 verstarb unser langjähriger stellvertretender Ortsbrandmeister Erwin Mohr an einer heimtückischen Krankheit. Wir gaben ihm am 10.6.1970 auf dem Friedhof in Oppenrod das letzte Geleit.

 

Das Jahr 1970 hatte begonnen mit der erstmaligen Überreichung von 10 Feuerwehrleistungsabzeichen an Mitglieder unserer Wehr am 21.2. Vom 17. bis 21.6.1970 nahmen 9 Kameraden aus Lindenstruth erstmals an einem Deutschen Feuerwehrtag teil und zwar in Münster/Westfalen. Absoluter Höhepunkt des Jahres 1970 war jedoch der 25.7., als durch Kreisbrandinspektor Otto Schaaf unser neuerworbenes Banner feierlich geweiht wurde. Viele Bürger unseres Dorfes hatten dies durch freiwillige Spenden ermöglicht. Im Oktober dieses Jahres besuchte der damalige Bundesverteidigungsminister und Bundeskanzler Helmut Schmidt eine örtliche Firma und landete mit einem Hubschrauber auf dem Lindenstruther Sportplatz. Bei Start und Landung mussten wir den  notwendigen Brandschutz  sicherstellen. Einen   würdigen Abschluss fand das Jahr mit einer am 17.11.1970 durchgeführten Besichtigungsfahrt in das LKW-Werk von Daimler-Benz in Wörth am Rhein und der Feuerlöschgerätefabrik Carl Metz in Karlsruhe.

 

1971 brachten uns dann spektakuläre Erfolge bei den verschiedensten Wettkämpfen. So wurden wir erstmals 1. Sieger im Landkreis Gießen mit für damalige Verhältnisse guten 1162 Punkten, belegten im Reg.-Bezirk Darmstadt einen achtbaren 3. Platz, nahmen dadurch bedingt erstmals am Entscheid des Landes Hessen in Klein-Krotzenburg teil und wurden auf Anhieb Fünfter. Ähnlich verlief das folgende Jahr 1972. Wiederum wurde unsere 1. Gruppe Sieger des Kreises Gießen, Zweiter beim Bezirksentscheid in Urberach und Sechster beim Wettbewerb des Landes Hessen in Eltville/Rheingau. Getrübt wurde das Ganze aber durch das Dahinscheiden unseres Vereinswirtes und guten Freundes Eduard Schepp am 7.9.1972. Am 3.10.1972 mussten wir dann den größten Brand seit vielen, vielen Jahren in unserem Heimatdorfe bekämpfen. In der Dorfmitte brannten zwei Scheunen und eine Maschinenhalle und mehrere Nachbargebäude waren mehr oder weniger stark gefährdet. Durch schnellen Einsatz unserer Wehr und einiger Nachbarwehren konnte gottlob eine Katastrophe größeren Ausmaßes verhindert werden. Auf den Tag genau neun Wochen später am 5.12.1972 gab es wieder Großalarm. In der Firma Karl Weiss stand eine große Lagerhalle lichterloh in Flammen. Auch hier konnte durch den schnellen Einsatz der Feuerwehren das Feuer auf seinen Entstehungsherd beschränkt und die angrenzenden Hallen vor dem Übergreifen der Flammen gerettet werden.

 

Von 1973 bis 1977 hatte die Wehr nur kleinere Brände zu bekämpfen, bzw. technische Hilfeleistungen zu absolvieren. Deshalb nahm die Übungstätigkeit in diesen Jahren für die Wettkämpfe einen breiten Raum in unserem Vereinsleben ein. So belegten unsere beiden Gruppen beim Kreisentscheid in Hungen die beiden ersten Plätze, die Gruppe 1 wurde beim Bezirksentscheid in Urberach Dritter mit 1218l Punkten und überschritt damals die 1200-er Grenze. Beim Landesentscheid 1974 in Reinheim/Spachbrücken verbesserte sie dieses Ergebnis nochmals auf 1244 Punkte und belegte damit im Lande einen guten vierten Platz. Mit derselben Punktzahl wurden wir ein Jahr später in Marburg sogar Dritter in Hessen. - Unser bis dato wohl größter Erfolg überhaupt!

 

 

Am 20.5.1977 gegen Mitternacht heuten dann wieder einmal die Sirenen. Der große Pferdestall eines Ortsbürgers war vermutlich infolge Brandstiftung in Flammen geraten und brannte fast völlig nieder. Durch sehr starken und böigen Wind begünstigt, drohte das Feuer auch auf die danebenstehende Reithalle überzugreifen. Durch den gezielten Einsatz der Feuerwehren konnte dies jedoch verhindert werden.

 

Nach praktisch 20-jähriger Tätigkeit als Ortsbrandmeister und Wehrführer des Chronisten legte derselbe, infolge vielfältiger anderweitiger Inanspruchnahme, die Führung der Wehr am 10.3.1978 in jüngere Hände. An diesem Tage wurde der zwar noch junge, aber schon recht bewährte Kamerad Gerhard Albach zum Wehrführer und gleichzeitig 1. Vorsitzenden der Freiwilligen Feuerwehr Lindenstruth gewählt und sein Vorgänger Erwin Kühn zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

 

Alle Bürger und alle Feuerwehrkameraden können stolz auf sein auf das, was wir erreicht haben, und wie wir heute stehen. Ohne Fleiß gibt es keinen Preis, sagt ein altes Sprichwort. Das war so, ist so und wird immer so bleiben. Es war auch nicht das Werk von einzelnen oder gar eines einzelnen, nein, hier haben in Freiheit und demokratischer Ordnung handelnde und denkende Männer gezeigt, was sie auf der Basis der Freiwilligkeit zu leisten imstande sind. Wir wollen auch in Zukunft treu zu unserer Sache stehen, wir wollen unser gemeinsam Erschaffenes weiter ausbauen und noch mehr festigen, getreu dem Motto der Feuerwehren: Retten, Löschen, Bergen, Schützen. Als Symbol aber für all unser Tun und Schaffen diene uns das Wort unseres großen deutschen Dichters, Johann Wolfgang von Goethe: Edel sei der Mensch, hilfreich und gut!!!

 

(Verfasser Erwin Kühn +)

1978

 

In dieser Versammlung am 10.3.1978 wurde u.a. ebenfalls beschlossen, sich anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Lindenstruth im Jahre 1980 um die Ausrichtung des Kreisverbandstages des Feuerwehrverbandes Kreis Gießen zu bewerben. Der Zuschlag für die Ausrichtung erfolgte im Sommer 1978, so dass von dem neuen Vorsitzenden und dem z.T. neu gewählten Vorstand viel Engagement und Verantwortung verlangt wurden.

 

Um vom Finanzamt Gießen als gemeinnütziger Verein anerkannt zu werden, musste eine neue Satzung verabschiedet werden, die die Anerkennung der Gemeinnützigkeit nach sich zog.

 

In den Jahren 1978 und 1979 sind die Feuerwettkämpfe nach "alter" Fassung letztmals durchgeführt worden und man drang 1978 nochmals bis zum Landesentscheid in Marburg vor, bei dem wegen eines nicht vorhandenen Übergangsstückes am Verteiler leider nur ein 8. Platz erreicht werden konnte. Nach einem 2. Platz beim Kreisentscheid und einem 5. Platz beim Bezirksentscheid in Klein-Krotzenburg 1979 schied die Gruppe aus dem Wettbewerb aus und nahm am 25.8.1979 noch an den Landeswettkämpfen der internationalen Wettkämpfe in Grünberg teil.

 

Zum Zwecke einer besseren Einsatzbereitschaft konnten am 20.1.1979 erstmals zwei Sprechfunkgeräte angeschafft werden.

 

Ein sehr ereignisreiches Jahr war 1980, mit dem Kernpunkt des 25-jährigen Jubiläums und dem Kreisverbandstag des Kreisfeuerwehrverbandes Gießen vom 05. bis 07.07.1980. So wurde nach einer Großübung aller Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Reiskirchen in der Firma Weiss auch erstmals ein Internationaler Wettkampf mit Wehren aus ganz Deutschland und ein Jugendfeuerwehrpokalwettkampf veranstaltet. Hierbei wurde den Kameraden Gerhard Albach, Karl Heinz Maurer und Ulrich Schepp von KBI Otto Schaaf das Goldene Feuerwehrleistungsabzeichen verliehen, das erstmals in Hessen nach der erfolgreichen Beantwortung eines gesonderten Fragebogens erlangt werden konnte. Die Veranstaltung des Jubiläumsfestes gelang trotz teilweise widriger Wetterverhältnisse ganz hervorragend und Lindenstruth konnte einen Festzug mit 117 Teilnehmergruppen bestaunen. Außerdem besuchten 17 Kameraden vom 07. bis 15.06.1980  den 25. Deutschen Feuerwehrtag in Hannover und es wurde erstmals an den neuen Hessischen Feuerwehrleistungsübungen teilgenommen.

 

Da es in den folgenden Jahren gottlob nur zu kleineren Einsätzen und Alarmierungen kam, konnte auf die Ausbildung großen Wert gelegt werden und alle neuen Kameraden nahmen mindestens an Grundlehrgängen, meistens jedoch an mehreren Lehrgängen an der Hessischen Landesfeuerwehrschule in Kassel teil. Dadurch bedingt stellten sich auch Erfolge bei den Wettkämpfen und Leistungsübungen in verstärktem Maße ein und es gab mehr als genügend Nachwuchs für die Einsatzabteilung und auch für die Jugendfeuerwehr.

 

Trotz einer stark verjüngten Gruppe konnte so mit dem 1. Platz und der damit verbundenen Qualifikation für den Bezirksentscheid nahtlos an die Erfolge vergangener Zeiten angeknüpft werden.

 

Im darauffolgenden Jahr konnte nach einem 1. Platz beim Kreisentscheid, einem 3. Platz beim Bezirksentscheid der Landesentscheid in Fulda erreicht werden. Vom 03. bis 06.07.1981 fuhr eine Abordnung von wiederum 17 Kameraden nach Röthis in Vorarlberg/Österreich und nahm dort an einem großen Fest mit Umzug teil. Zusätzlich beteiligte sich eine Gruppe an den 30. Vorarlberger Landesfeuerwehrwettkämpfen, belegte einen hervorragenden 5. Platz in ihrer Wertung und jedes Gruppenmitglied erhielt für diese erfolgreiche Teilnahme das Bronzene Österreichische Feuerwehrleistungsabzeichen überreicht.

 

Das Jahr 1982 bescherte den Lindenstruthern nach dem Kreissieg zum ersten Mal den Bezirkssieg und beim Landesentscheid in Bad Soden einen 3. Platz, wobei die Gruppenführer von 5 Gruppen die Platzierungen von Platz 2 bis 6 in einem Stechen ermitteln mussten.

 

Nach dem erneuten Kreissieg 1983 konnte auch sofort wieder der Bezirkssieg errungen werden und man nahm erneut am Landesentscheid teil. Gleichzeitig konnte 1983 ein langgehegter Wunsch realisiert werden, nämlich ein Anbau an das Gerätehaus. In absoluter Eigenleistung und auch zum großen Teil durch Eigenfinanzierung entstanden ein Schulungsraum, ein Büro, eine kleine Küche und Toiletten. Die Einweihung, zu der sich u.a. KBI Otto Schaaf eingefunden hatte, fand am 24.09.1983 statt. Unserem Aktiven Edwin Hahn wurde, da er bereits in der Pflichtfeuerwehr tätig war, für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst das Goldene Brandschutzehrenzeichen verliehen.

 

Dem 5. Kreissieg in Folge im Jahr 1984 und einem 3. Platz beim Bezirksentscheid in Hadamar folgte beim Landesentscheid in Melsungen ein 4. Platz, wobei als Kuriosum die ersten sechs Plätze im Stechen der Gruppenführer ermittelt werden mussten, da sechs Gruppen die Höchstpunktzahl erreicht hatten.

 

Anlässlich der 750-Jahr-Feier von Lindenstruth vom 22.06. bis 02.07.1984 wurde erstmals ein Pokalwettkampf nach der neuen Ausschreibung in Lindenstruth durchgeführt, an dem sich namhafte Gruppen aus ganz Hessen beteiligten und der nunmehr jedes Jahr stattfinden sollte.

 

Die Außenanlage am Gerätehaus wurde wiederum selbst gestaltet und angelegt und von unserem Ehrenvorsitzenden Erwin Kühn mit dem Setzen der "Kunolinde" vollendet.

 

Während in den Jahren 1985 und 1986 bei den Kreisentscheiden "nur" zweimal der 2. Platz erreicht werden konnte, der 1986 aber trotzdem zur Teilnahme am  Landesentscheid in Groß Umstadt führte, konnte 1987 bis 1990 wiederum jeweils der erste Platz erkämpft werden, wobei eine junge zweite Gruppe sich erst im Stechen gegen Hattenrod mit dem 3. Platz begnügen musste. Außerdem konnte in diesen Jahren zweimal der Bezirkssieg und einmal ein 2. Platz errungen werden und man nahm von 87 bis 89 mit guten Platzierungen an den Landesentscheiden in Flieden, Limburg und Witzenhausen teil. Eine Ausflugsfahrt in die Rhön mit dem Besuch der damaligen DDR-Grenze, des Kreuzberges und des Deutschen Feuerwehrmuseums in Fulda war ein Höhepunkt des Jahres 1985.

 

Im Jahre 1986 holte eine Abordnung von 5 Kameraden, Wehrführer Gerhard Albach, Ortsbrandmeister Friedrich Gans und Bürgermeister Klaus Döring das so lang ersehnte neue LF 8 von der Firma Iveco Magirus in Ulm ab, das im September im Beisein von KBI Otto Schaaf offiziell übergeben wurde. Damit konnte das alte und sehr reparaturanfällige Fahrzeug abgegeben werden.

 

Unserem Ehrenvorsitzenden Erwin Kühn wurde 1988 für 40 Jahre aktiven Dienst das Goldene Brandschutzehrenzeichen von KBI Otto Schaaf verliehen. Auch ein Ausflug wurde 1988 wieder angeboten und so fuhren einige Kameraden diesmal nach Salou in Spanien.

 

Einen schweren Schicksalsschlag musste der Verein und auch der ganze Ort Lindenstruth 1989 hinnehmen, als unser Gründer, langjähriger Vorsitzende und Ortsbrandmeister, Wehrführer, Ehrenvorsitzender und Ortsvorsteher Erwin Kühn nach kurzer, schwerer Krankheit am 07.02.1989 für uns alle unfassbar früh verstarb. Er hinterließ für uns alle eine kaum zu schließende Lücke, denn schließlich hatte Erwin Kühn als Triebfeder den Verein aufgebaut und geleitet und war ständig um das Wohl und die Entwicklung "seines Vereines" aktiv bemüht. Der Verein war für ihn ein Lebenswerk und eine Herzenssache. Alle Aktiven unseres Vereins und sehr viele ehemalige Mitstreiter, Kameraden und Mitbürger gaben ihm das letzte Geleit. Ihm zu Ehren wurde anlässlich seines 60. Geburtstages am 16. April 1990 unter der "Kunolinde" ein Gedenkstein gesetzt und der jährliche Pokalwettkampf in "Erwin-Kühn-Gedächtnispokalwettkampf" umbenannt.

 

Die Tradition der Ausflüge führte 1989 einige Kameraden von uns für einige Tag zu einer Hochgebirgstour ins Montafon in Österreich und 1990 fuhr bereits zum drittenmal Mal eine Abordnung zu dem Deutschen Feuerwehrtag nach Friedrichshafen am Bodensee. Gerhard Albach erhielt 1990 den Ehrenbrief des Landes Hessen verliehen.

 

Am 18.1.1991 um 23.50 Uhr musste seit langer Zeit wieder einmal zu einem größeren Brand ausgerückt werden, als in der Lindenau ein Einfamilien-Reihenhaus brannte. Trotzdem die Flammen schon lichterloh aus dem Dach schlugen, konnte durch den schnellen, gezielten und sehr disziplinierten Einsatz unserer Wehr der Brand schnell unter Kontrolle gebracht werden, so dass sowohl ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbargebäude als auch auf das Erdgeschoss vermieden werden konnte. Die ebenfalls alarmierten Wehren aus Reiskirchen und Grünberg brauchten nur noch ergänzend einzugreifen.

 

Im Mai 1991 wurde eine 4-Tageswanderung durch den Vogelsberg unternommen und einige Kameraden von uns nahmen an der IX. Internationalen Feuerwehr Sternfahrt in Brunneck/Südtirol teil. Bei dem Kreisentscheid 1991 konnte zwar erstmals die Höchstpunktzahl von 1000 Punkten erreicht werden, trotzdem schied man im Stechen jedoch gegen Hungen aus.

 

Am 25.1.1992 wurde der Verein formell als "eingetragener Verein" neu gegründet und im Sommer feierte die Jugendfeuerwehr mit einem Pokalwettkampf ihr 20-jähriges Bestehen.

 

In den Jahren 1992 und 1993 wurde der Kreismeistertitel wieder zurückerobert und damit zum elftenmal seit 1980 gewonnen und 1992 am Landesentscheid in Michelstadt teilgenommen.

 

Unser Kamerad Edwin Hahn war 1993 insgesamt 50 Jahre aktiv und schon lange Jahre im Vereinsvorstand bis heute tätig. Für diese wahrlich nicht alltägliche Leistung wurde ihm vom Bezirksfeuerwehrverband das Ehrenzeichen in Gold verliehen und er erhielt vom Verein das bisher nur zweimal überreichte silberne Ehrenbeil ausgehändigt.

 

Im Jahre 1993 musste zwar insgesamt neunmal ausgerückt werden, doch glücklicherweise handelte es sich nur um kleinere Einsätze, wie die meisten Jahre davor auch.

 

Abschließend sei all denen gedankt, die in irgendeiner Weise mitgeholfen haben, unsere Freiwillige Feuerwehr zu dem zu machen, was sie heute ist und was sie in der Vergangenheit geleistet hat. Um alle Aufgaben erfüllen zu können, die unsere Gesellschaft von einer Feuerwehr fordert, hat es immer Männer und Frauen gegeben und wird es auch immer geben, die getreu dem Motto

"Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr"

den Gedanken der Freiwilligen Feuerwehren mit Leben erfüllen werden.

 

Verfasser:Gerhard Albach

Dezember 1993

 

 

Die Geschichte des Vereins und der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Lindenstruth setzte sich mit einer Großalarmübung im März 1994 auf die neue Sporthalle in Reiskirchen fort, wo zusammen mit den Reiskirchener Kameraden der erste Löschangriff und die Rettung von verletzten Personen vorgenommen wurde. Da an dem im April zum fünften Mal ausgetragenen Erwin-Kühn-Gedächtnispokalwettkampf alle Landessieger der letzten fünf Jahre teilnahmen, sprach Ortsbrandmeister Karl Heinz Scherer „von einem kleinen Landesentscheid in Lindenstruth“, während Kreisbrandinspektor Gert Battenfeld „mit etwas Neid auf die große Zahl von 26 Gruppen blickte“, waren es beim Kreisentscheid doch höchstens noch die Hälfte. 

Nach der Erweiterung des 1966 erbauten Gerätehauses 1983 und der Anschaffung des LF 8 im Jahr 1987 konnte im August 1994 eine neue Tragkraftspritze für insgesamt etwa 18.200 DM in Betrieb gestellt und damit die technische Ausrüstung weiter verbessert werden. 

Wie wichtig Übungen für eine Feuerwehr sind zeigte sich am 03. November 1994, als zwei Wochen nach einer Übung im Martinsheim der Dachstuhl des Hauses brannte und das Feuer gemeinsam mit der Reiskirchener Wehr innerhalb nur weniger Minuten gelöscht und alle Brandnester gefunden werden konnten. Anlässlich der Weihnachts- und Sylvesterfeiern rief die Jugendfeuerwehr unter der Leitung von Arno Grün und Waltraud Albach eine „KorKampagne“ ins Leben. Die Jugendlichen stellten an verschiedenen Stellen Sammelbehälter für Kork auf, die sie dann einer Widerverwendung zuführten.

Die bisherige gute Zusammenarbeit zwischen der Firma Weiss Umwelttechnik und der Feuerwehr wurde etwas getrübt, als sich Wehrführer Gerhard Albach über die insgesamt zwölf Fehlalarmierungen in zwei Jahren durch die Brandmeldeanlage der Firma beschwerte, die zu Motivationsproblemen bei den Aktiven führte. Dieser Missstand konnte jedoch bald auf ein erträgliches Maß reduziert werden. 

Anfang Februar 1995 musste dann wieder einmal das ganze feuerwehrtechnische Können abgerufen werden, als in der Gartenstraße der Kerngemeinde Reiskirchen ein Großfeuer wütete. Über 60 Aktive aus verschiedenen Wehren bekämpften ein Feuer, das eine Scheune und eine Maschinenhalle ergriffen hatte und auf die benachbarten Gebäude überzugreifen drohte. Nach 45 Minuten war alles unter Kontrolle und alle Beobachter und Betroffenen sprachen von einer sehr guten Leistung aller beteiligten Feuerwehren. 

Mit dem Kommers am 18. März 1995 begannen die Feierlichkeiten zum 40-jährigen Jubiläum des Vereins, die mit dem eigentlichen Fest vom 09. bis 12. Juni ihren Höhepunkt finden sollten. 

Schirmherr Bürgermeister Klaus Döring dankte insbesondere den beiden langjährigen Vorsitzenden und Triebfedern des Vereins, dem leider schon verstorbenen Erwin Kühn und seinem Nachfolger Gerhard Albach und dem seit der Gründung stets aktiv mitarbeitenden Edwin Hahn für ihre geleistete Arbeit. Herausgehoben wurden auch die überdurchschnittlichen Leistungen bei den Hessischen Feuerwehrleistungsübungen, bei denen von 1980 bis 1993 elfmal der Kreissieg errungen wurde. Neben vielen Ehrungen bot der Abend ein abwechslungsreiches Programm, in dem auch der Übergang der Position des Ortsbrandmeisters Karl Heinz Scherer auf Bernd Debus seine Würdigung fand. 

Der 11. Frühschoppen mit Live Musik am Gerätehaus und der wiederum gut besuchte Pokalwettkampf waren Zwischenstationen, bevor die „Neue Deutsche Welle“ mit Peter Schilling („Major Tom)“, Joachim Witt („Goldener Reiter“) und Markus („Kleine Taschenlampe“) mit ihren Liedern dem Publikum im Festzelt am Sportplatz einheizten. Nach dem Oldieabend mit den Amigos am Samstag schlängelte sich am Sonntag ein Festzug mit 40 Feuerwehren und vielen Gruppen der Ortsvereine durch das festlich geschmückte Lindenstruth, bevor Miriam Hillbricht mit dem Prolog der Festdamen und der Vorsitzende Gerhard Albach den Startschuss für ein stimmungsvolles Treiben im prall gefüllten Festzelt gaben. Als kleinen Dank für die Helfer gab es einen Tagesausflug nach Sinsheim in das dortige Automuseum.

Beendet wurde das ereignisreiche Jahr 1995 mit einer großen Abschlussübung im Firmengelände der Firma Weiss Umwelltechnik. In der Jahreshauptversammlung dankten Bürgermeister Döring und der Vereinsvorstand der Familie von Gerhard Albach, in der auch seine Frau Waltraud und die Kinder Michael und Susanne aktiv in verschiedenen Bereichen für den Verein tätig sind. 

Vom 14. bis 21. April 1996 waren elf Feuerwehrkameraden zu einem Kurzurlaub nach Mallorca aufgebrochen. Dort am Ballermann zeigte sich, dass die Lindenstruther nicht nur organisieren und arbeiten können, sondern auch im Feiern nicht schlecht sind. 

In der Wettkampfgruppe vollzog sich ein Generationswechsel, so dass der stellvertretende Wehrführer Benno Holes eine junge Gruppe aufbauen musste, bei der zuerst einmal die Teilnahme und nicht unbedingt ein Spitzenplatz im Vordergrund stand. Er führte die nächsten Jahre kontinuierlich junge Aktive über die Wettkampftätigkeit an den aktiven Dienst heran.

Neben den üblichen Aktivitäten wie Frühschoppen, Pokalwettkampf und die Teilnahme am Kreisentscheid verlief das Jahr 1996 ziemlich ruhig, wenngleich die Abschlussübung in dem Nachtlokal „La Boheme“ die Öffentlichkeit etwas mehr wie sonst üblich interessierte. 

Dank den frostigen Temperaturen konnte auf dem Platz hinter der Wieseckhalle wieder einmal eine Eislauffläche angelegt werden, die von der Bevölkerung unter dem aufgebauten Flutlicht gut angenommen wurde. 

In der Jahreshauptversammlung im Januar 1997 konnte Wehrführer Gerhard Albach erstmals wieder von einem verstärkten Zugang von Jugendlichen in die Einsatzabteilung berichten. Fester Bestandteil der Vereinsaktivitäten war inzwischen auch der gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr durchgeführte zweitägige Flohmarkt und die Gründung einer Badmintongruppe, die einmal in der Woche in der Wieseckhalle aktiv geworden war.

 

Am 1. Mai 1997 hielt ein neues Alarmierungssystem in Lindenstruth Einzug, nämlich die Alarmierung über Meldeempfänger. Die Gemeinde Reiskirchen finanzierte sechs Meldeempfänger, einige weitere konnten durch Spenden aus der Bevölkerung und von Firmen bezahlt werden und den größeren Rest legte der Verein aus seiner Kasse dazu, so dass insgesamt 19 Geräte in Dienst gestellt werden konnten. Bei einem Stückpreis von etwa 850 DM ein sehr gutes Ergebnis. 

Am Sonntag, dem 20. Juli 1997 feierte die Jugendfeuerwehr ihr 25-jähriges Bestehen. Neben dem Wieseckwanderpokal, der Grünberger Drehleiter und Vorführungen der Rettungshundestaffel der Johanniter-Unfallhilfe gab es auch eine informative Chronik zu bewundern. Es waren viele ehemalige Jugendfeuerwehrwarte und –mitglieder der Einladung gefolgt, so dass auch viel über die zurück liegenden Jahre zu hören war. Die seit 1992 angebotenen selbst gesetzten und geernteten Kartoffeln wurden ebenfalls wieder mit großer Begeisterung im Dorf verkauft.

Aber das Alltagsgeschäft war ebenfalls wieder zu bewältigen, als ein PKW mit einem Traktor auf der B 49 kollidierte und Dieselkraftstoff aufgenommen werden musste. Bestürzung hinterlies der Tod unseres langjährigen Schriftführers Gerhard Neubert, der eine große Lücke hinterlies. Zu einem Großeinsatz musste im August 1997 ausgerückt werden, als in Ettingshausen durch Brandstiftung ein großes Waldstück brannte, das bei hohen Außentemperaturen allen Aktiven viel Schweiß abverlangte. 

In der Jahreshauptversammlung im Januar 1998 dankte Gerhard Albach dem langjährigen Weggefährten Erwin Schmitt, der auf eigenen Wunsch nach vielen Jahren im Vorstand nun auch aus dem aktiven Dienst ausscheiden wollte. Die Aktiven der Einsatzabteilung wählten in dieser Versammlung Gerhard Albach zum fünften Mal zum Wehrführer, der dieses Amt damit seit nunmehr 20 Jahren inne hatte. 

Ein zweitägiger Erste-Hilfe-Lehrgang im Gerätehaus stand als nächstes auf dem Programm, der von der Johanniter-Unfallhilfe gehalten wurde und fortan alle drei Jahre aufgefrischt werden sollte. Im neu gestalteten Gebäude des Golfparkes Winnerod war durch starke Regenfälle der gesamte Keller überflutet, so dass fast zwei Tage in mehreren Schichten Wasser aus dem Gebäude gepumpt wurde

Der Wanderpokal, der bei der erstmaligen Durchführung des Erwin-Kühn-Gedächtnispokales gestiftet worden war, ging endgültig an die Wehr aus Neustadt-Momberg, die ihn insgesamt fünfmal gewonnen hatte. 

Bei einer Übung in der Untergasse musste festgestellt werden, dass der Wasserdruck im alten Ortskern wegen der alten Leitungen zu niedrig war und im Ernstfall zu einem Problem führen könnte.

Die Verjüngung der Einsatzabteilung setzte sich mit der Übernahme von fünf weiteren Kameraden fort, die auch alle sofort einen Grundlehrgang erfolgreich absolvierten. Überhaupt nahm die Lehrgangstätigkeit durch die Neueintritte sehr stark zu, so dass auch die Ausbildung in den Übungen vor Ort in den nächsten Jahren stark im Vordergrund stehen sollte.

Einen nicht alltäglichen Skiurlaub verbrachten fünf Feuerwehrkameraden im Paznauntal in Österreich. Auf dem Weg nach Ischgl war die Fahrt in dem Dorf See wegen niedergegangener Lawinen zu Ende, da weder eine Weiterfahrt noch eine Umkehr möglich war. Nach einer Woche konnte ein kurzfristiges Öffnen der Straße zur Heimfahrt genutzt werden, wo die Urlauber Gerhard Albach, Karl Heinz und Steffen Maurer, Uwe Weimer und Ottmar Reimer von einem Großteil der anderen Aktiven freudig empfangen wurden. 

Mit dem Obst- und Gartenbauverein, der Jugendfeuerwehr und der Einsatzabteilung wurde Anfang April 1999 erstmals die Umgebung von Lindenstruth von Unrat  gesäubert. 

Ein schrecklicher Verkehrsunfall ereignete sich am 19. Juli 1999 kurz vor dem Ortseingang aus Reiskirchen kommend, als zwei PKW frontal zusammenstießen. Dabei verstarben eine Frau noch an der Unfallstelle und die andere Fahrerin einige Tag später in der Klinik, während ein kleines Kind gerettet werden konnte. Dieser Unfall war gerade für die vielen jungen Mitglieder der Einsatzabteilung sehr schockierend, so dass einige Tage später mit Hilfe des Notfallseelsorgers, Pfarrer Hartmut Miethe, die Geschehnisse aufgearbeitet werden mussten.

Bereits vier Wochen später, am 15. August 1999, verunfallte ein PKW kurz vor der Abfahrt Saasen. Die fünf Insassen wurden zum Teil schwer verletzt und nach der Bergung durch die Feuerwehr von verschiedenen Notarztwagen in die umliegenden Kliniken gebracht. 

Ein weiterer Großeinsatz bedeutete am 23.09.1999 die Suche nach einem verschwundenen Mädchen in Reiskirchen. Nach dem Hilferuf des Vaters waren bereits mehr als 50 Feuerwehrleute und ein Polizeihubschrauber mit der Suche beschäftigt, als die Mutter mit dem gesuchten Kind wohlbehalten bei der Einsatzleitung erschien und die Aktion somit ein glückliches Ende fand.

Im September 1999 fand ein Tag der offenen Tür statt, bei der neben der Besichtigung der Gebäude und Geräte die Handhabung von Feuerlöschern im Vordergrund stand, bevor im Oktober die Abschlussübung in der Firma Weiss Umwelttechnik das „aktive“ Jahr beendete.

Das Vereinsjahr beendete am 18. Dezember ein Ausflug auf den Weihnachtsmarkt nach Frankfurt, der in der Apfelweinkneipe „Eichkatzerl“ in Sachsenhausen sein Ende fand.

 

Die Jahrtausendwende, auch als Millenniumstag bezeichnet, brachte für alle Feuerwehren etwas Außergewöhnliches mit sich, was es in diesem Maße noch nicht gegeben hatte: 

Dienst an Sylvester!

Wegen möglicher Computerprobleme bei dem Übergang von 1999 auf 2000 waren alle Feuerwehren dienstverpflichtet. Aus diesem Grunde trafen wir uns alle am Abend des 31.12. im Feuerwehrgerätehaus, um gemeinsam das neue Jahr zu empfangen. Da es eine dienstliche Veranstaltung war, galt natürlich ein absolutes Alkoholverbot und so mundeten der von Edwin Hahn gespendete alkoholfreie Sekt und andere nichtalkoholische Getränke. Eine sicher für viele nicht alltägliche Sylvesterfeier, die aber allen Spaß machte. Zu einem Einsatz mussten wir nicht ausrücken.

In den Morgenstunden des 25. Februar 2000 brannte ein Wohn- und Bürohaus im eng bebauten Ortskern von Hattenrod, der den Einsatz aller Reiskirchener Feuerwehren erforderte. Die direkt angrenzende Scheune konnte vollständig gerettet werden. 

In der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Reiskirchener Feuerwehren im März 2000 in Bersrod, in der Bernd Debus wiedergewählt wurde, verliehen Bürgermeister Klaus Döring und der Vorsitzende der Gemeindevertretung Hans Walther u. a. an Gerhard Albach die Bezeichnung „Ehrenwehrführer“.

Über 150 Einsatzkräfte aller Reiskirchener Feuerwehren und aus Grünberg, Lollar und Gießen waren bei einer Alarmübung, die sich Bernd Debus und Gerhard Albach ausgedacht hatten, im Einsatz, um verletzte Personen aus dem total verqualmten Regallager der Firma Weiss Umwelttechnik zu retten und den Brand schließlich zu löschen. Heidemarie Zinser von den Johannitern hatte die Verletzungen so geschickt angebracht, dass viele Kameraden erst spät merkten, dass es sich um eine Übung handelte. 

Außer einem Mähdrescherbrand und einigen technischen Hilfeleistungen verlief das Jahr in den üblichen Bahnen, bevor sich der Vorstand entschloss, für den in die Jahre gekommenen VW-Bus einen neuen Mannschaftstransportbus zu kaufen. Benno Holes, Michael Thelen und Gerhard machten sich auf den Weg nach Nordhessen, um verschiedene Fahrzeuge zu besichtigen. In Bebra wurden sie schließlich fündig und kauften einen Fiat Ducato Kombi 9-sitzer in weiß. Dieser musste umgespritzt und mit einem Hellabalken, Blitzern und Funk versehen werden, so dass viele Arbeitsstunden gerade auch von den jungen Kameraden unter der Leitung von Benno Holes und Michael Thelen geleistet werden mussten. Da die Gemeinde nur einen Zuschuss von 5.000 DM genehmigte, übernahm den Rest von über 30.000 DM der Verein Freiwillige Feuerwehr Lindenstruth. 

 

In der Jahreshauptversammlung im Januar 2001 wurde der Beitrag ab Einführung des Euro im Jahr 2002 auf 10 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Jugendliche festgelegt. Zur ersten Oberfeuerwehrfrau in der Einsatzabteilung konnte Susanne Albach befördert werden. 

Im April 2001 kam es zu sehr ungewöhnlichen Einsätzen, als wegen MKS die ganze Gegend um Wettenberg und Heuchelheim abgeriegelt werden musste. In mehreren Schichten waren die meisten Kameraden mit im Einsatz. Ebenfalls fast alle Kameraden waren dabei, als es darum ging, die verschwundene Juli in Biebertal zu suchen. Stundenlang waren Feuerwehrleute in der ganzen Gemarkung unterwegs, aber leider ohne Erfolg. Das Mädchen wurde Wochen später in der Wetterau leider nur noch tot aufgefunden.

Insgesamt erhöhte sich die Zahl der Alarmierungen in 2001 auf 17. 

 

Kaum war das Jahr 2002 einige Stunden alt, musste am Abend des 1. Januar bei klirrender Kälte in Bersrod eine Scheune  gelöscht werden. Diesen Einsatz erlebte der seit diesem Tag im Amt befindliche neue Bürgermeister Holger Sehrt persönlich mit. Rund 100 Einsatzkräfte aus allen Reiskirchener Ortsteilen, den Drehleitern aus Buseck und Grünberg und die Wärmebildkamera aus Linden waren bei dem Brand eines Einfamilienhauses in der Waldstraße in Reiskirchen im Einsatz, bevor das Feuer gelöscht war. 

Im August schließlich fuhren einige Kameraden mit unserem LF 8 nach Dessau in Sachsen, wo bei der dortigen Flutkatastrophe geholfen wurde, bevor sie nach 3 Tagen durch andere Aktive u. a. aus unserer Wehr abgelöst werden konnten. Ein Problem war dort die große Hitze und die spärlich fließende Versorgung. 

Bei einem Frontalzusammenstoß auf der Kreuzung Untergasse/B 49/Zur Platte verstarb leider eine beteiligte Beifahrerin. Es wurde den Notärzten und Rettungssanitätern bei der Rettung geholfen, abgesperrt und auslaufendes Öl aufgenommen. 

Vereinshöhepunkte waren wieder der Frühschoppen am 1. Mai, der Pokalwettkampf, die Kartoffelernte, der Flohmarkt und die offizielle Übergabe des fertiggestellten Mannschaftstransportbusses Ende März 2002. Da viele Berichte nur noch mit PC erstellt werden durften, lag die Anschaffung eines Computers nah. Die Gemeinde stattete die Einsatzabteilung mit Ausgehuniformen aus, während der Verein Ledergürtel, Helmlampen, T-Shirts und Sweatshirts für alle Aktiven kaufte.  Mit wiederum insgesamt 17 Einsätzen im Jahr 2002 belegte Lindenstruth in der Einsatzstatistik von Reiskirchen den zweiten Platz. 

Edwin Hahn kam die Ehre zuteil, zweites Ehrenmitglied des Vereins nach dem verstorbenen Erwin Kühn zu werden. Er wurde in der Jahreshauptversammlung im Januar 2003 für 60 Jahre aktive Tätigkeit und für seine ununterbrochene Vorstandstätigkeit seit der Gründung des Vereins 1955 geehrt. Nach 25 Jahren Wehrführer erhielt Gerhard Albach erneut das Vertrauen der Aktiven der Einsatzabteilung und darf für weitere 5 Jahre das Amt des Wehrführers begleiten.

„Flugzeugabsturz zwischen Lindenstruth und Reiskirchen“ meldete ein Anrufer bei der Leitstelle am 29.Januar 2003 gegen 15 Uhr. Dies führte zur Alarmierung eines Großaufgebotes an Rettungskräften und Feuerwehren aus dem ganzen Landkreis Gießen. Da kein Flugzeug von den zuerst eingetroffenen Feuerwehren aus Lindenstruth und Reiskirchen gefunden wurde, begab sich die Polizei in das Haus des Anrufers. Dort stellten sie fest, dass sich ein Kanalreinigungsfahrzeug im Feld Richtung Ziegelhütte befand, was man durchaus als Flugzeug erkennen könnte. Damit war das Schreckensszenario beendet.

Ernst wurde es dann wieder im April 2003 als ein Zimmerbrand im Martinsheim gemeldet wurde, der jedoch schnell lokalisiert und gelöscht werden konnte. Hierbei zeigte sich, wie gut eine funktionierende Brandmeldeanlage im Gebäude in Verbindung mit Meldeempfängern bei den Feuerwehrleuten funktioniert. Im Juli 2003 stand wieder einmal eine Alarmübung, diesmal im Kindergarten Lindenstruth, auf dem Programm. Die ebenfalls alarmierte Drehleiter aus Grünberg machte das Ganze auch für die Bevölkerung interessant. 

Erstmals stand eine Ganztagesübung auf dem Übungsplan, die sehr gut angenommen wurde und wiederholt werden soll. 

Bei einem Verkehrsunfall, bei dem an der Abfahrt Saasen zwei Fahrzeuge zusammengestoßen waren, musste die B 49 einige Stunden komplett gesperrt werden. Eine Person wurde sehr mühsam und zeitraubend aus einem PKW geschnitten, während die andere verletzte Person versorgt wurde.

In der Jahreshauptversammlung am 24. Januar 2004 konnte Gerhard Albach von 23 Alarmierungen berichten, so dass sich die Zahl der Einsatzstunden erneut erhöht hatte. Die Vorbereitungen für das 50-jährige Jubiläum 2005 waren schon Thema. Als Termin für den Kommers wurde der 19. März 2005 und für das Fest das Pfingstwochenende vom 14. bis 16. Mai 2005 festgelegt.

 

 

Verfasser: Gerhard Albach

Januar 2004

 

Die Einsätze stiegen 2004 auf 27 an und es konnte wieder ein Erste-Hilfe-Lehrgang absolviert werden. Der Erwin-Kühn-Gedächtnispokal war zum 13. Mal Anziehungspunkt für viele auswärtige Feuerwehren und Benno Holes hatte eine junge Gruppe beim Kreisentscheid im Einsatz. Flohmarkt, Kartoffelernte, Faschingsumzug und Kinderfasching, der 1.-Mai-Frühschoppen und der Besuch verschiedener Feste waren weitere Aktivitäten im Jahr 2004.

 

Das Jahr 2005 begann mit einem nicht alltäglichen Einsatz, waren doch zehntausende Telefone am Neujahrstag durch einen technischen Defekt lahmgelegt, so dass die Feuerwehren eine ständige Einsatzbereitschaft in den Feuerwehrhäusern gewährleisten mussten. Denn die einzige Verbindung in Notfällen waren die Funkgeräte. Folglich waren in Schichtdiensten unsere Kameraden nach entsprechenden Lautsprecherdurchsagen im Feuerwehrhaus, im Martinsheim und in Winnerod in Bereitschaft. Glücklicherweise kam es zu keinen schwerwiegenden Notfällen. Die Spenden für das jährliche Einsammeln der ausgedienten Weihnachtsbäume gingen diesmal an die Flutopfer in Südasien. 

„50 Jahre Feuerwehr Lindenstruth“ war der Titel eines bunten Flyers, den die Einwohner von Lindenstruth im März 2005 in ihren Briefkästen fanden. Es wurden die Arbeit der Feuerwehr vorgestellt, auf die Festveranstaltungen hingewiesen und um Mithilfe gebeten. 

Doch bevor es begann, war noch ein schrecklicher Unfall zwischen Lindenstruth und der Abfahrt nach Sassen, in der sogenannten „Denninghof-Kurve“ zu bewältigen, bei der eine 19-Jährige aus Biebertal in den Trümmern ihres PKW starb. Die überwiegend aus jungen Aktiven bestehende Fahrzeugbesatzung, die als erste am Unfallort war und die Tragik der Situation erleben musste, nahm in den Tagen danach die Notfallseelsorge in Anspruch, um die schrecklichen Bilder zu verarbeiten.

 

Nach dem Maifrühschoppen konnte das Festbuch und die neu gebundene Chronik über die Jahre 1995 bis 2004 vorgestellt werden. Am Pfingstwochenende begann dann das große Jubiläumsfest am Freitag mit einer Ü30-Party mit DJ Christoph Boller. Nach dem Gedenkgottesdienst am Samstag auf dem Friedhof fand der Kommers im Festzelt statt. Schirmherr an allen Tagen war der damalige Hessische Innenminister Volker Bouffier, der es sich nicht nehmen ließ, am Kommers teilzunehmen und einige Ehrungen persönlich vorzunehmen. Ein nicht nur musikalischer Höhepunkt war am Samstag der „Große Zapfenstreich“, den das Blasorchester und der Spielmannszug Reiskirchen zusammen mit dem Spielmannszug Allendorf/Lda. vortrugen und für Gänsehautstimmung sorgten. Am Sonntag zog ein Festzug von Uniformierten und einheimischen Wagen durch die Straßen und feierte im Zelt begeistert das Jubiläum, das am Montag mit dem Frühschoppen ausklang.

 

Die Übungstätigkeit näherte sich immer mehr Autounfällen an, denn diese Einsatzform wurde zunehmend häufiger (2005 insgesamt 29 Einsätze) und so wurden auch Ganztagesübungen mit Spreizer und Rettungsschere durchgeführt. Im Zeltlager in Grünberg war die JF einige Tage und die Aktiven hatten während des Kreisverbandstages in Gießen die Bereitschaft für die Gesamtgemeinde übernommen. Angeschafft wurden neue Hemden, Blousons und Lederstiefel und neue Spinde bezuschusst.

 

Die JF unternahm 2006 eine Radtour an der Lahn, erntete wieder Kartoffel und im Hofgut in Winnerod fand eine große Übung mit Drehleiter für die Aktiven statt. Im Januar 2007 fegte ein „Kyrill-Ausläufer“ mit einem Orkan durch den Landkreis Gießen und forderte auch von den Lindenstruther Aktiven viele Einsätze. Ein von einem Zug erfasster Mensch im Ortsbereich war ein sehr emotionaler und nicht alltäglicher Einsatz. Eine unansehnliche Fichtenhecke auf dem Friedhof konnte 2007 von den Aktiven für die Gemeinde entfernt und verbrannt werden und im August fand anlässlich des 35-jährigen Bestehens der JF ein Tag der offenen Tür am Feuerwehrhaus statt. Neben verschiedenen Vorführungen gab es Spiele am Wieseckpark und eine Fahrzeugausstellung hinter der Wieseckhalle. 

Eine Großübung im Martinsheim dokumentierte die Schwierigkeiten und beengten Rettungswege in dem Pflegeheim und der Zufahrt zu dem Gebäude. Fünf Verletzte mussten bei einem Verkehrsunfall am Ortseingang von Reiskirchen befreit und versorgt werden. Am 06. November 2007 fand die erste Besprechung wegen der Gründung einer Minifeuerwehr statt und war der Beginn einer neuen Abteilung, die im Frühjahr 2008 formell gegründet werden sollte. Erste Betreuerinnen waren Annabell Selbitschka, Anja Selbitschka und Alicja Jaworska (später Grün). 

Der 80. Geburtstag von Edwin Hahn war der Grund für ein Spanferkelessen und eine große Feier am Feuerwehrhaus. Sein 1978 selbst gebauter Grill war dabei wieder einmal im Einsatz und zeigte erneut Verfeinerungen. Als Dank erhielt Edwin neben einem Oldtimerfeuerwehrauto einen vergoldeten Sicherheitsgurt. 

 

Einen Wechsel in der Wehrführung gab es am 25. Januar 2008, trat doch der bisherige Wehrführer Gerhard Albach für eine erneute Amtszeit nicht mehr an. Nach 30 Jahren Dienstzeit übergab er die Führung der Einsatzabteilung in jüngere Hände, nämlich an Benno Holes ab, wurde jedoch als Vorsitzender des Vereins erneut gewählt. Als stellvertretender Wehrführer folgte Peter Fink auf Michael Thelen, der ebenfalls nicht mehr kandidiert. Michael Albach erhielt im März 2008 den Landesehrenbrief des Landes Hessen für seine langjährige Tätigkeit als Kassierer des Vereins. 

Ein Schaden von 10.000 Euro entstand bei einem Brand in einem Raum im Martinsheim, den die Aktiven aber schnell unter Kontrolle hatten. Im September nahm der Verein am ersten Dorffest an der Kirche teil. Mit 35 Einsätzen und 380Einsatzstunden war 2008 das bisher einsatzstärkste Jahr der Wehr.

 

Armin Thomaschewski spendete im April 2009 für die Anschaffung von Freizeitanzügen für die Einsatzabteilung 3000,-- Euro. Am Ortseingang von Lindenstruth musste ein PKW-Fahrer, der gegen eine Hauswand gefahren war, schwerverletzt aus seinem Fahrzeug befreit werden. Ein Flutlichtrodeln am Schlittenberg war am 29. Januar 2010 ein Highlight für die Einwohner und besonders der Kinder und fand großen Zuspruch. Für 40 Jahre aktive Tätigkeit erhielt Helmut Schepp das Goldene Brandschutzehrenzeichen verliehen. 

Im Herbst 2009 war der Rohbau des Anbaues an das Feuerwehrhaus komplett in Eigenleistung erstellt worden und die Arbeiten wurden kontinuierlich weiter geführt. Der Verein hatte eine Küche aus Eigenmitteln gekauft. Da die Gemeinde kein Richtfest organisierte, machte der Verein kurzerhand im August 2010 eine Helferfeier, um für bisher geleistete über 2000 Helferstunden zu danken. Der Deutsche Feuerwehrtag in Leipzig konnte von zahlreichen Kameraden ausgiebig inspiziert werden, verweilten einige doch gleich mehrere Tage dort. 

Ende Oktober 2010 war eine Massenkarambolage auf der A 480 der Einsatzort und forderte von den Einsatzkräften viel Engagement und Geduld. Als Folge zeichneten sich Probleme mit den bei der Firma Weiss angestellten Aktiven ab, durften diese doch nicht mehr so ohne weiteres nach einem Alarm ihren Arbeitsplatz verlassen, sondern sollten sich vorher abmelden. Ab dieser Zeit hatten wir keine Aktiven mehr, die in der Firma arbeiteten.

 

Das Jahr 2011 begann schon gleich mit einem ganz außergewöhnlichen und langwierigen Großeinsatz, stand doch das gesamte Gebiet um den Heegersgraben unter Wasser und einige Häuser waren akut in Gefahr, im wahrsten Sinne des Wortes „abzusaufen“. Mit Verstärkung von anderen Feuerwehren der Gesamtgemeinde und schließlich auch dem THW Wetzlar, die mit großvolumigen Pumpen enorme Mengen von Wasser aus dem Gebiet weg brachten, konnten alle Häuser vor substanziellen Schäden bewahrt werden. Dieser Einsatz war sehr zeit- und arbeitsintensiv, zeigte aber der Öffentlichkeit deutlich was die Feuerwehr alles leisten kann. Und dies wurde auch des Öfteren so geäußert und gar in Leserbriefen öffentlich gemacht. Ebenfalls noch im Januar 2011 musste ein Kaminbrand in einem Bauernhof in Saasen gelöscht werden. 

In der JHV im Januar 2011 konnte Wehrführer Benno Holes von 31 Einsätzen berichten und Gerhard Albach verwies schon auf 2500 freiwillige Arbeitsstunden, die bei dem Anbau an das Feuerwehrhaus geleistet worden waren. Die Minifeuerwehr hatte wegen der Umbauarbeiten ihre Tätigkeit weitgehend eingestellt, was aber später wieder geregelt werden konnte und in dieser Chronik aufgeführt ist. Nach 46 Jahren aktiver Dienstzeit musste Karl Heinz Maurer aus gesetzlichen Gründen seinen Dienst beenden und wurde von Holes und Albach wegen seiner Verdienste für die Freiwillige Feuerwehr Lindenstruth gewürdigt und verabschiedet.

 

Etwa drei Wochen nach der ordentlichen JHV trat Anfang Februar 2011für alle völlig überraschend Wehrführer Benno Holes von seinem Posten zurück, legte alle Tätigkeiten nieder, über Nacht alle seine Feuerwehrsachen im neuen Büro ab und teilte dies auf einem Zettel mit. Mit diesem Schritt war erst einmal für sehr viel Unruhe gesorgt, musste doch innerhalb kurzer Zeit die Wehrführung neu aufgestellt werden. In einer außerordentlichen Versammlung der Einsatzabteilung im Februar 2011 erklärten Peter Fink und Michael Albach sich bereit, die Führung zu übernehmen und wurden auch einstimmig gewählt. Peter Fink machte den Stellvertreterposten frei, den Michael Albach übernahm, der auch noch die Position des Kassiers im Verein inne hatte. Als Verstärkung konnte Arno Grün als neuer Gruppenführer gewählt werden.

 

Die Sparkasse Grünberg würdigte die enorme Eigenleistung beim Anbau an das Feuerwehrhaus mit 1000 Euro Zuschuss für einen Laptop, der in dem neuen Büro seinen Platz finden und für die weitere Tätigkeit genutzt werden sollte. Mit einer schönen Einweihungsfeier am 30. April 2011 konnten die neuen Räume eingeweiht und in die praktische Arbeit aufgenommen werden. Es wurden 3098 freiwillige Arbeitsstunden von den Aktiven und Mitglieder geleistet, was der Gemeinde etwa 100.000 Euro einsparte. Der Kostenrahmen von 212.000 Euro wurde damit punktgenau eingehalten, wobei allerdings auch der Feuerwehrverein im Jahr 2011noch 15.000 Euro beisteuerte. Über ein Konjunkturprogramm des Landes flossen 135.000 Euro und die Gemeinde steuerte noch 77.000 Euro dazu. Die Zeit zwischen dem Spatenstich im September 2009 und der Übergabe am 30. April 2011 war stressig aber letztendlich erfolgreich und für alle befriediegend. Im Juli übergab Andreas Döring einen Scheck von 2000 Euro zur Anschaffung der neuen Küche an den Verein und die Volksbank Mittelhessen würdigte die Arbeit mit 500 Euro.

 

Ein sehr emotionaler Einsatz musste am 03. August 2011 am Ortseingang von Lindenstruth bewältigt werden, war doch mit Dylan Weissmann ein Aktiver der Einsatzabteilung Opfer eines Suizidversuches und in seinem Auto schwer verletzt eingeklemmt. Es gelang ihn zu befreien und der spätere Klinikaufenthalt und die Reha halfen ihm zu einer guten Genesung. Er konnte später sogar wieder aktiv am Einsatzgeschehen teilnehmen und während seiner Krankheit viel Büroarbeit für die Feuerwehr leisten und die Homepage neu aufbauen.

 

Elf Verletzte waren nach zwei Unfällen am Gießener Nordkreuz zu beklagen und in Lindenstruth überschlug sich ein Zweirad-Gespann, bei dem der Fahrer aber nur relativ leicht verletzt wurde. Und dann musste im Oktober 2011das LF8, der Magirus, außer Dienst gestellt werden, da er ehebliche Mängel aufwies. Dafür wurde zunächst das Reiskirchener LF8 nach Lindenstruth gestellt. Im November rüstete der Verein alle Aktiven mit hochwertigen Winterjacken aus und sorgte damit auch für ein positives einheitliches Aussehen. Besuch hatten die neuen Räumlichkeiten von der Klasse 1a der Grundschule in Reiskichen, die alles in Augenschein nahmen und begeistert waren. 

Weiter gab es wieder Einsätze mit verunfallten oder gar brennenden LKW auf der Autobahn und der B49. Ein ausgelöster Rauchmelder bewahrte das Haus von Anne Jurubita vor der Vernichtung, konnte dadurch doch rechtzeitig die Feuerwehr alarmiert  und der Kaminbrand gelöscht werden.

 

In der JHV im Januar 2012 konnte Helmut Schepp für 35 Jahre ununterbrochene Vorstandstätigkeit mit einer Bildcollage geehrt werden. In der Untergasse gelang es Anfang Februar einen Kaminbrand bei Jörg Kühn ohne große Schäden zu löschen und es absolvierten einige junge Kameraden einen Grundlehrgang. Überhaupt hatten die jungen der Einsatzabteilung in den letzten Jahren kontinuierlich Lehrgänge besucht und somit z. B. die Atemschutzgeräteträgerzahl auf einen guten Stand gebracht. An der Harbacher Abfahrt  mussten Mitte Mai 2012 ein Fahrer und seine Beifahrerin aus ihrem PKW geschnitten und ein 72-jähriger Vermisster aus Hattenrod konnte gefunden werden. 

 

Ende Mai 2012 boten die neuen Räumlichkeiten des Feuerwehrhauses das passende Ambiente für etwas ganz Besonderes: Landrätin Anita Schneider überreichte im Namen des Bundespräsidenten an Gerhard Albach das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. Viele Freunde, Bekannte und seine Familie waren anwesend, als Karl Heinz Scherer die Feierstunde eröffnete und die Landrätin auf seinen Werdegang und seine vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten einging. Neben diesen und der politischen Arbeit wurde aber die Feuerwehr als solche als sein Lebenswerk hervorgehoben. Alles in Allem eine sehr gelungene Veranstaltung.

 

Im Juni des gleichen Jahres nahm erstmals mit Michael Albach eine Aktiver aus Lindenstruth am „Messeturm Skyrun“ teil, bei dem 1202 Stufen in voller Einsatzmontur möglichst schnell bewältigt werden mussten. Später nahmen weitere Aktive erfolgreich an anderen Wettkämpfen in verschiedenen Städten teil. Die Jugendfeuerwehr Lindenstruth war wieder einmal Ausrichter des Wieseck-Wanderpokales, den Hattenrod gewann. Und ebenfalls im Juni 2012 fand erstmals eine Brandschutzerziehung für die Vorschulkinder des Kindergartens Spatzennest im Feuerwehrhaus statt, den Michael und Gerhard Albach mit Unterstützung von Nicol Albach abhielten. Beim Sommerfest des Kindergartens waren die Kinder wiederum eifrig bei der Sache und es konnte fleißig mit Wasser gespritzt werden. 

 

Die neun Neuzugänge der Einsatzabteilung aus dem Jahr 2011 und 2012, genannt „die Füchse“, hatten sich so gut eingefügt, das der Verein ihnen eine fünftägige Reise nach Hamburg finanzierte, was die Gruppe weiter zusammen schweißte. Gewürdigt werden konnte das 40-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr Lindenstruth (gegründet am 30. März 1972), die sich beim Dorffest mit verschiedenen Attraktionen vorstellte. Dank des fertigen Anbaues und der damit möglichen Ausbildungsmöglichkeiten konnte die Mitgliederzahl wieder erhöht werden. 

Auf der schönen Aussicht (vor dem Reiskirchener Buchwald mit Blick auf Lindenstruth und Hattenrod) steht jetzt eine urige Tischgarnitur, die Edwin Hahn gezimmert und für die Feuerwehr gespendet hat. Ende September war noch ein Großeinsatz bei einem Dachstuhlbrand in Sassen zu bewältigen, der aber erfolgreich zu Ende gebracht werden konnte. 

 

Neun Kameraden weilten vom 30.09. bis 03.10.2012 in Mallorca und ließen es sich am Ballermann gut gehen. Kleinere Pannen wie das Überlaufen einer Badewanne und das unter Wasser setzen eines Zimmers und des Flures taten der guten Stimmung keinen Abbruch. Am „Firefighter Skyrun“ in Düsseldorf nahmen neben Kameraden aus Ettingshausen und Hattenrod Michael Albach, Pavel Thomaschewski, Lars-Patrik Grün und Jan-Philipp Thiel erfolgreich teil. Die nächsten Herausforderungen standen im März in Basel und im Juni in Frankfurt am Main an. 

Der 85. Geburtstag von Edwin Hahn am 05. November 2012 war ein guter Grund, seine Tätigkeiten in der Feuerwehr Lindenstruth zu würdigen. Er war seit 1942 in der Pflichtfeuerwehr, 1955 bei den Gründern und seit dieser Zeit ununterbrochen im Vorstand tätig. Auch nach seiner aktiven Zeit half er mit seinem praktischen Wissen und seiner Hilfsbereitschaft immer in „seiner“ Feuerwehr mit. Im Laufe der Jahre musste er auch immer wieder einmal Kameraden aus misslichen Lagen befreien und sie mit seinem Traktor „nach Hause holen“.  Dafür hatte er ein T-Shirt mit der Aufschrift „Ihr fahrt euch fest – ich zieh euch raus“ überreicht bekommen.

 

Eine 200qm große Eisfläche hatten die Aktiven am ersten Wochenende des Jahres 2013 in über 30 Stunden hinter der Wieseckhalle angelegt und so bot sich den Einwohnern die Gelegenheit die Schlittschuhe aus dem Schrank zu holen und sich körperlich zu betätigen. Für das leibliche Wohl war natürlich gesorgt und so ging es tagelang munter auf dem Eis zu. In der JHV berichtete Peter Fink von 30 Einsätzen und kündigte das neue Katastrophenschutzfahrzeug für Anfang 2014 an, wobei wegen dem Fahrzeuggewicht von ca. 13 Tonnen weitere Kameraden erst den Führerschein machen müssen, damit das Fahrzeug auch gefahren werden kann. In der JHV der Gesamtgemeinde im März 2013 erhielt der neue Bürgermeister Dietmar Kromm einen Einsatzanzug und einen Melder überreicht und es konnten erstmals vom Land Hessen Anerkennungsprämien in Form von Geldgeschenken übergeben werden. 

 

Das „Betreuerproblem“ der Minifeuerwehr fand ein positives Ende, übernahmen doch die „Füchse“ als gesamtes diese Aufgabe und da auch zehn Mädchen und Jungen mitmachen wollten, fand Anfang März 2013 der Neustart der Minifeuerwehr Lindenstruth statt, die auch schon am Zeltlager der Gemeindeminifeuerwehr in Grünberg teilnahmen. Folgerichtig fand auch die Brandschutzerziehung für die Kindergartenkinder wieder ein gutes Echo und in Grünberg konnten beim Kreisentscheid der Aktiven einige Leistungsabzeichen erfolgreich erkämpft werden. 

 

Helmut Schepp nahm an seinem 60. Geburtstag die Glückwünsche der Feuerwehrführung und seiner Kameraden entgegen, die ihm besonders dankten, dass er über das 60. Lebensjahr auf eigenen Wunsch weiter aktiv mitmacht. Aus Trier holten Gerhard Albach, Helmut Schepp und Felix Steiner im September 2013 einen gebrauchten Mercedes Sprinter mit langem Radstand und sehr guter Ausstattung als Nachfolgefahrzeug des in den Vogelsberg verkauften reparaturanfälligen Busses ab. Bei der Firma Schach in Dutenhofen war der MTW dann über zwei Wochen zum Umbauen, Funk und Sondersignal einbauen und zum Bekleben. Das Fahrzeug kostete ca. 35.000 Euro und der Verein bezahlte zu dem Kauf 5000 Euro, die aber im nächsten Jahr wieder erstattet werden konnten. Die Eingangstore der Gerätehalle erhielten einen elektrischen Antrieb, da sowohl der MTW als auch das künftige Löschfahrzeug nur noch wenig Platz bis zu Decke lassen.

 

Das Thema „Erste Hilfe“ beschäftigte Anfang 2014 viele in einem zweitätigen Lehrgang im Feuerwehrhaus und brachte neben dem Erlernten die erhofften Bescheinigungen. In der JHV berichtete Peter Fink im Beisein BM Dietmar Kromm von einem Unfall auf der A5, der beinahe drei von unseren Einsatzkräften das Leben gekostet hätte. Eine Beitragserhöhung von 10 auf 12 Euro für Erwachsene und von 5 auf 6 Euro für Kinder und Jugendliche fand die einhellige Zustimmung der Mitglieder. Wie täuschend echt man Knochenbrüche und andere Verletzungen aussehen lassen kann erfuhren einige bei einem interessanten Lehrgang in Vaihingen. 

Mit Lars-Patrik Grün wurde in der JHV der Gesamtgemeinde erstmals ein Leiter der Minifeuerwehren gewählt, der die Arbeit der Ortsteile koordinieren soll. Für 25 Jahre aktive Dienstzeit konnte Michael Albach das silberne Brandschutzehrenzeichen am Bande und Dylan Weissmann die Florianmedaille der Hessischen Jugendfeuerwehr verliehen und Selina Petersen in die Einsatzabteilung übernommen werden.

 

Am 27. Februar 2014 war es dann soweit, die beiden Wehrführer Peter Fink und Michael Albach holten mit sechs weiteren Aktiven in Gingen an der Brenz das neue, überwiegend vom Land Hessen finanzierte, Katastrophenschutzfahrzeug LF10 KatS ab. In der Folge waren die nächsten Wochen täglich Kameraden an dem Fahrzeug zu Gange, um es fertig zu bestücken und es kennen zu lernen. Nach der Zulassung stand dann Fahrtraining auf dem Programm, denn viele Aktive hatten erst kurz vorher wegen diesem Fahrzeug die Führerscheinprüfung abgelegt und mussten Fahrpraxis erlangen. 

 

Innenminister Peter Beuth übergab Anfang April in Kiedrich im Rheingau verschiedene vom Land Hessen angeschaffte Feuerwehrfahrzeuge und so fuhren auch Dieter Schepp, Peter Fink, Pavel Thomaschewski und Gerhard Albach mit dem Fahrzeug dorthin. Nach der offiziellen Übergabe wurde dann die lange und für die hinten sitzenden Schepp und Albach nicht ganz bequeme Fahrt nach Hause wieder angetreten. Offiziell übergeben werden sollten der MTW und das LF10 KatS am 30. April, jedoch kam es bereits vorher zu einigen Einsätzen, bei denen das alte LF8 noch halb und das neue noch nicht ganz beladen waren, so dass sich die Führung kurzfristig für das neue LF10 KatS als sofortiges Einsatzfahrzeug entschloss. 

 

Die Mitglieder der Jugend- und Minifeuerwehr entsorgten Anfang April Autoreifen, Bauschutt und vieles mehr aus der Gemarkung Lindenstruth. Finanzielle Hilfe erhielten die Minis durch eine Spende von 925 Euro von der Jagdgenossenschaft und 100 Euro vom Reit- und Fahrverein.

 

Zur Übergabe der Fahrzeuge am 30. April 2014 hatten sich viele Lindenstruther Bürger im Feuerwehrhaus eingefunden und so gab BM Kromm die Schlüssel an die Einwohner  Katja und Andreas Kremer, denn das Fahrzeug solle ja der Bevölkerung dienen und schützen. Diese Beiden gaben aber die Schlüssel weiter an Wehrführer Peter Fink, denn sie waren der Meinung, „dass die Feuerwehr sie doch besser schützen und mit dem Fahrzeug auch gezielter umgehen könnten“. Peter Fink betonte, dass das keine Statussymbole sind, sondern Fahrzeuge, die der Sicherheit der Bevölkerung dienen. Für die Gemeinde war die Anschaffung des LF10 KatS ein Schnäppchen, musste sie doch nur 77.000 Euro beisteuern.

 

Schon kurz nach dem Maifrühschoppen sind erste Gespräche wegen dem anstehenden 60-jährigen Jubiläum im Jahre 2015 geführt und erste Ergebnisse präsentiert worden. Schirmherr aller Veranstaltungen ist der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier, der seine Zusage geben hat.

Am Pfingstsamstag, dem 23. Mai 2015 soll ein Festkommers mit Ehrengästen, Grußworten und anschließendem Tanz in der Wieseckhalle stattfinden. Vorher ist noch die Verbandsversammlung aller Feuerwehren des Kreises Gießen geplant. Das eigentliche Fest beginnt am Freitag, dem 28. August mit der Gruppe „Bassd Scho“ und Peter Wackel und setzt sich am Samstag mit den Amigos, den Kastelruther Spatzen, G. G. Anderson, Stefan Micha und Daniela Alfinito fort. Am Sonntag ist die Kundgebung im Rahmen des Kreisverbandstages auf dem Parkplatz der Firma Weiss und anschließend startet der Festzug, der durch das Dorf zum Festzelt auf dem Sportplatz führt, wo in dem 3000-Mann-Zelt genug Platz für alle da sein wird. Hier werden die MostLandStürmer aus Österreich für Stimmung sorgen, die auch am Montag zum Frühschoppen für die Alters- und Ehrenabteilung der Feuerwehren des Kreises Gießen und für die Einwohner von Lindenstruth spielen werden. 

 

Der Kreisfeuerwehrverband und die Stadtwerke Gießen unterzeichneten im August einen Sponsorenvertrag, der die weitere gute Zusammenarbeit gewährleistet. Ein Dachstuhlbrand in der Uhlandstraße in Reiskirchen forderte noch einmal für viele Stunden die ganze Kraft der Einsatzkräfte, musste doch das ganze Dach geöffnet werden, um die letzten Brandnester zu finden. Wegen stärker werdendem Regen konnte mit Hilfe von Dachdeckermeister Peter Fischer das Dach wieder verschlossen werden. Den Truppführerlehrgang beendeten Lars-Patrik Grün, Jonas Jung, Felix Steiner und Eric Teuscher erfolgreich. Die Jugendflamme I errangen Jugendfeuerwehrleute aus Reiskichen, Bersrod, Burkhardsfelden und Lindenstruth.

Ende Oktober startete der Vorverkauf für den Samstagabend, dem Amigofest am 29. August 2015, und bereits kurz vor Weihnachten zeichnete sich ab, dass das Zelt spätestens Anfang 2015 ausverkauft sein würde.

Da die Gaststätte Zur Traube im Sommer 2014 die Gaststätte geschlossen hatte, wurde zur JHV erstmals in das Feuerwehrhaus eingeladen. Damit hat der Verein kein Vereinslokal mehr.

 

 

Gerhard Albach

01.01.2015

 

 

 

Mittwoch, 13. Dezember 2017

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